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Am 25. Juli 2005 wird der Naturpark Altmühltal 36 Jahre alt. Ende der sechziger Jahre lag man mit der Entscheidung, einen Naturpark zu gründen im Trend der Zeit. Dieser Trend ging hin zum Schutz der Natur und der Heimat, in gleichem Maße aber auch zum Fremdenverkehr. In den Folgejahren wurde der Naturpark Altmühltal bekannter und beliebter nicht nur bei Erholungssuchenden im Nahen Umland wie München oder Nürnberg.

Ein Naturpark ist ein großräumig angelegtes Gebiet, in dem Landschaft, Natur und Kultur in der heutigen Form geschützt werden soll. Ein Naturpark soll Erholungsgebiet im einklang mit der Natur sein. D. h. er wird für den Tourismus erschlossen. Dieser Tourismus soll "geführt" sein, d. h. die Natur soll nicht unter dem Tourismus bzw. den Erholungssuchenden leiden. Im Altmühltal beispielsweise sind 800 Kilometer Radwege sowie 3000 Kilometer Wanderwege beschildert. Dies sind natürlich nur zwei der vielen Freizeitmöglichkeiten im Naturpark.
In Deutschland sind Naturparke nach dem BNatSchG geregelt. In diesem Gesetz werden auch die weiteren Schutzmöglichkeiten, die es für Gebiete gibt, geregelt. So sollen in einem Naturpark großflächig Naturschutzgebiete (NSG) sowie auch Landschaftsschutzgebiete (LSG) ausgewiesen werden die zum Beispiel eine hohe Artenvielfalt aufweisen, bzw. seltene Arten beherbergen, oder Landschaftlich besonders schützenswert sind. Auch ein besonderer Schutz der Tier- und Pflanzenvielfalt ist Hauptziel eines Naturparks. Bei einer Erschließung für den Bebau sowie für den Tourismus muss auch immer diese Richtlinie Beachtung finden. In der Landwirtschaft soll dauerhaft eine umweltgerechte und umweltschützende Nutzung des Bodens angestrebt werden. In der Bundesrepublik Deutschland bestehen zur Zeit 93 Naturparke die einen Anteil von etwa 24% der Landesfläche ausmachen, sowie einen wichtigen Beitrag zum Schutz besonders reizvoller Landschaften, Biotope sowie anderer Kulturlandschaften leisten.

Im Unterschied zum Naturpark ist der Schutzstatus bzw. der Schutzgrad beim Nationalpark höher. Ein Nationalpark ist in seinen Grundzügen nicht auf Tourismus ausgerichtet. Er soll zwar auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, allerdings soll hier die Natur gezielt sich selbst überlassen werden. So soll in einem Nationalpark die überwiegende Fläche die Voraussetzungen bzw. den Status eines Naturschutzgebietes haben. Die Landschaft soll in seiner Einzigartigkeit erhalten bleiben. Auch die Nutzung ist dadurch sehr streng reglementiert bzw. eingeschränkt. Somit ist ein Nationalpark in hohem Maß auf den Schutz und den Erhalt der Natur ausgerichtet, wobei der Tourismus nicht ausgeblendet sondern untergeordnet wird. Beim Naturpark hingegen hat Erholung und Freizeit einen hohen Stellenwert, allerdings wie beschrieben im Einklang mit der Natur, die natürlich auch hier in besonderer Weise Schutz genießt.
Die Idee Landschaften zu schützen ist schon mehr als 100 Jahre alt. So wurde bereits 1872 der Yellowstone-Nationalpark in den USA gegründet. In Deutschland bestehen zur Zeit 15 Nationalparke wie z. B. der Nationalpark Berchtesgaden (Gegründet 1978) der den Königsee sowie den Watzmann umschließt oder auch der Nationalpark Bayerischer Wald (Gegründet 1970 als erster in der BRD). In den Jahren 1985 und 1986 wurden die Küstenbereiche des Wattenmeeres als Nationalpark ausgewiesen. Bis 2004 kamen noch weitere Parks hinzu. Auch der Nationalpark findet seine Regeln im BNatSchG.

Weitere Möglichkeiten einem Gebiet einen Schutzstatus zu geben sind z. B. Naturschutzgebiete (NSG), Landschaftsschutzgebiete (LSG), Biosphärenreservate, Naturdenkmäler, einzelne Landschaftsbestandteile, Biotope oder europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems (NATURA 2000).

Einen Überblick über die Naturparke in Deutschland finden Sie beim Verband Deutscher Naturparke e. V. ( www.naturparke.de).

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